Politik

Rahul Gandhi wird in Stellung gebracht

Rahul Gandhi ist seit gestern die offizielle Nummer zwei der indischen Kongresspartei. Der Sohn des ehemaligen indischen Ministerpräsidenten Rajiv Gandhi und seiner Frau, der aktuellen Partei-Chefin Sonia Gandhi, Rahul, ist un offiziell zur Nummer zwei der regierenden Kongresspartei gekürt worden. Ein Führungsgremium der Partei bestätigte am Samstag die Rolle des 42-Jährigen, die er bereits seit längerem inoffiziell inne hatte.

Die Kongresspartei bringt mit Rahul Gandhi ihren wahrscheinlichsten Spitzenkandidaten für die Wahl 2014 in Stellung. Obwohl er bis jetzt noch nie einen Ministerposten inne hatte oder bedeutende politische Verantwortung übernahm, soll er ab 2014 als Regierungschef die Geschicke des Landes lenken. Nach Jawaharlal Nehru, seiner Tochter Indira Gandhi, ihrem Sohn Rajiv Gandhi würde Rahul der mächtigen Familie in der vierten Generation die Macht im Staat sichern. Mangels Einigkeit der Opposition und fehlender geeigneter Köpfe, stehen die Chance für die Gandhis nächstes Jahr wieder gut. Der Demokratie zum Trotz hat Indiens Politik leicht monarchische Züge.

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Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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