Wie (m)ein indisches Café meine Skills als Indien-Berater nachgeschärft hat.

Dieses Foto entstand vor einem Jahr im legendären Indian Coffee House in Bangalore.

Damals war noch nicht klar, dass ich ein paar Monate später in Graz – auf einem Bauernmarkt – mein eigenes “indisches Café“ eröffne.

In sechs Monaten habe ich dort mehr über Markteintritt, Marketing, Vertrieb und Führung gelernt als in zwanzig Berufsjahren zusammen. 😅

Und was ich dabei gelernt habe, ist verblüffend relevant – auch für österreichische Industrieunternehmen, die in Indien Fuß fassen oder skalieren wollen:

💡 Markteinführung & Marketing
Wie positioniere ich ein neues Produkt auf einem überfüllten Markt – zwischen etablierten Playern, Gewohnheiten und Preisdruck?

🎯 Product-Market Fit
Ich musste lernen, was mein Produkt wirklich einzigartig macht – und für wen.

🔧 Frugal Engineering & Prozessoptimierung
“Weniger ist mehr“ – aber nur, wenn es intelligent reduziert ist.
Wie/Wo nehme ich Komplexität raus, um Arbeits- und Prozesskosten zu senken, ohne die hashtag#Customer hashtag#Experience zu schmälern?

🙏 Service is key!
Über dem Lokal steht: “Servus & Namaste“.
Gastronomie ist Dienen pur – eine (Service-)Qualität, die in Indien nicht nur geschätzt, sondern essentiell ist.
Ich liebe meine Gäste – und genau deshalb kommen sie (immer) wieder.

🤝 Vertrieb & Lead Generation
Am Lendplatz habe ich gelernt, was DirectSales wirklich heißt:
Hunderte Menschen ansprechen, zuhören, Vertrauen aufbauen – und Stammgäste gewinnen: Lead Generation in Reinform.

👥 Führung & Werte
Ich habe vier Mitarbeiter*innen eingestellt – und wieder entlassen (müssen).
Nicht wegen der Leistung, sondern wegen fehlender Werte-Übereinstimmung.
Ein schmerzhaftes, aber wichtiges Learning – im Café wie im internationalen Projekt.

📄 Bürokratie & Regulierung
Die Gastronomie in Österreich ist ein Bürokratiemonster.
Wer das überlebt, den schockt auch die indische Bürokratie nicht mehr. 😉

💰 Finanzierung & Gründung
Ich habe zwei GmbHs gegründet und mein Vorhaben eigenständig finanziert.

Ich weiß, was es heißt, Risiko zu tragen, Entscheidungen zu treffen und voranzugehen – nicht nur “g’scheit daher zu reden”.

👉 Mein Kurzausflug / “Praktikum“ in der Gastronomie hat mir viel gelehrt, was ich jetzt wieder als “Berater” in meine Indien-Projekte einbringen kann: Märkte verstehen, Menschen begeistern, Strukturen schaffen, Umsatz generieren.

Wenn Sie ernsthaft über Indien nachdenken – um dort zu wachsen, zu investieren oder zu produzieren –
dann sollten wir reden. 🇮🇳🤝🇦🇹

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Autor: Wolfgang Bergthaler
Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt. Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen Markt, Technologie, IT, Personal und Vertrieb.