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1 Billion Dollar für die indische Infrastruktur

Im aktuellen Fünfjahresplan (bis 2012) sind 514 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von Straßen- & Bahnnetz, Häfen, Flughäfen sowie die Strom- & Wasserversorgung vorgesehen. Analysten schätzen, dass die schlechte Infrastruktur Indiens Volkswirtschaft jährlich 2 Prozentpunkte Wachstum kostet.

Daher plant die indischen Regierung nun die Investitionen in seine Infrastruktur zu verdoppeln. Nach den Schätzungen der Planning Commission sind für den kommenden Fünfjahresplan (2012-2017) unglaubliche 1.024 Milliarden US-Dollar geplant. Ein Großteil der Projekte soll als Public Private Partnership (PPP) Modell realisiert werden. Das soll helfen das Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren auf 10% zu steigern. Damit wird die Bauwirtschaft zu einem wichtigen Treiber des indischen Wirtschaftswachstums. Die Hälfte des Geldes soll von privaten Investoren kommen. Finanzminister Mukherjee möchte verstärkt ausländische Versicherungen und Pensionsfonds als Geldgeber anziehen.

Ein Mangel an Geld war in der Vergangenheit jedoch nicht der wichtigste Grund, warum private Unternehmer diesen Bereich mieden. Die träge Bürokratie und Probleme beim Landkauf machen die Projektabwicklung mühsam. Von 1035 Projekten zwischen April 1992 und März 2009 wurden bei 41% die geplanten Kosten (massiv) überschritten und ganze 82% verspätet fertig gestellt.

(Wolfgang Bergthaler)

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Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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