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Strabag bietet um Metro-Projekt in Hyderabad

Egal ob Delhi, Mumbai, Bangalore, Chennai, Kalkutta, Hyderabad oder sonst wo – Indiens Mega-Cities erleben (mindestens) zwei mal täglich einen Verkehrsinfarkt. In den Stoßzeiten zwischen 8:30 und 10:30 Uhr Vormittag sowie am Abend von 18 bis 20 Uhr geht meist gar nichts mehr. Für wenige Kilometer braucht man Stunden. Es dauert eben, bis sich alle Autos, Motor-Rikshas, Motorräder, Mofas, Fahrräder und Fußgänger aneinander vorbei- und durch die zu engen Straßen drängen.
Das Verkehrsaufkommen wächst rasant. Immer mehr Leute drängen in die großen Städte und deren Bewohner auf die Straßen – für Status und Ansehen, natürlich motorisiert und individuell. Die ganze Familie auf dem Motorrad nach Hause, die Männer und Frauen im eigenen Auto mit oder ohne Chauffeur in die Arbeit, oder einfach mit der Riksha zum Shopping oder Restaurant.
Weil jetzt schon meist nichts mehr geht, gibt es ein Umdenken. Es werden in ganz Indien überall U-Bahn und Metro Projekte geplant und realisiert, das bekanntest die U-Bahn von Delhi, die derzeit auf 65 km täglich eine halbe Million Passagiere befördert.
Eines der größten Projekte soll in der süd-indischen IT-Metropole Hyderabad realisiert werden, vielleicht sogar mit dem österreichischen Infrastrukturkonzern Strabag. In den letzten 30 Jahren hat sich die Einwohnerzahl auf fast 8 Millionen Menschen verdreifacht, bis 2021 sollen es fast 14 Millionen werden. Schon jetzt gibt es etwa 2,5 Millionen Fahrzeuge in der Stadt, es werden jährlich mindestens 200.000 mehr. Was das für Verkehr und Luftverschmutzung bedeutet kann man sich ausrechnen.
Das Metro Projekt in Hyderabad soll langfristig eine Perspektive für eine bessere Infrastruktur und Lebensqualität in der Stadt schaffen. Geplant sind ein Streckennetz mit 3 Hauptrouten mit 71 km Streckenlänge als Hochbahn geführt. Das Projektvolumen beträgt etwa 2 Milliarden Euro.
Mit der österreichischen Strabag Gruppe bemüht sich einer der größten europäischen Baukonzerne um das Projekt in Indien, das mit dem indischen Partner Soma Enterprise Ltd. ein Konsortium gebildet hat. Insgesamt bewerben sich 8 Bieter um den Zuschlag, unter anderen Larsen & Toubro Limited, Reliance und GMR als 100% indische Firmen sowie zahlreiche Konsortien mit internationaler Beteiligung (Russland, Spanien, Südkorea, Australien oder China). (Wolfgang Bergthaler)

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Stefan Mey

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