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Weekend Reading #61: Indien trifft Deutschland

Diese Woche stand im Zeichen des Staatsbesuchs des indischen Premierministers Manmohan Singh in Deutschland. Dazu sind folgende Artikel und Hintergrund Infos erwähnenswert:

Deutschland und Indien vertiefen Kooperation
Das deutsch-indische Verhältnis ist gut. In Berlin wirbt Premier Singh um Investitionen, die Indien dringend nötig hat. Eine gemeinsame Freihandelszone aber stockt weiter.

Bedeutung deutscher Produkte in Indien: “Made in Germany” – oft eine Überraschung
Kanzlerin Merkel hat Indiens Premier Singh vor den Regierungskonsultationen beider Länder empfangen. Deutschland ist Indiens wichtigster Handelspartner in der EU. Doch die deutschen Stars auf Indiens Markt sind nicht unbedingt BMW und Co, sondern weniger prestigeträchtige Produkte.

Deutsch-indische Beziehungen: Da geht noch was, WSJ
Vor zwei Jahren herrschte zur Premiere noch eitel Sonnenschein. Kanzlerin Angela Merkel sprach nach den ersten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Neu-Delhi von einem “neuen qualitativen Schritt in der Ausgestaltung unserer strategischen Partnerschaft”. Damals konnte auf zweistellige Wachstumsraten in Indien verwiesen werden, auch der Kauf von 126 Eurofightern für mehrere Milliarden Euro stand im Raum. Mittlerweile kämpfen die Inder mit einem sinkenden Wachstum, ihre Kampfjets wollen sie lieber von Frankreich bauen lassen. Die am Donnerstag beginnenden zweiten deutsch-indischen Regierungskonsultationen sollen der schwächelnden Partnerschaft wieder Leben einhauchen.

Das bayrische Vorzeigeunternehmen BMW ist auch in Indien eine der stärksten Marken und wird mit Deutschland in Verbindung gebracht, wie kaum ein Produkt. Trotzdem muss sich BMW auch in Indien in Sachen Produkt und Positionierung anders aufstellen.

BMW richtet Motorrad-Produktion neu aus
Kleinere Maschinen für jüngere Kundschaft: BMW wird künftig mit einem indischen Motorradhersteller kooperieren. Damit setzt der bayerische Konzern auf den wachsenden Markt in Entwicklungsländern.

Abseits von Berlin, aber nicht minder interessant:

“Unsere Deutschkurse sind völlig überlaufen”
Der indische Staatsminister Shashi Tharoor über deutsche Stärken und die Frage, warum sein Land mit Europa hadert.

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About the author

Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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