Chronik

Schwacher Monsun treibt globale Lebensmittelpreise nach oben

Die Getreideernte in Indien wird in dieser Saison deutlich geringer ausfallen. Grund dafür ist eine äußerst schwache Regenzeit. Die Preise für Grundnahrungsmittel steigen wegen der Missernten in den wichtigsten Produktionsländern massiv an.

Wegen der ungewöhnlich schwachen Monsun-Regenfälle in Indien steigen die weltweiten Lebensmittelpreise weiter. Die diesjährige Regenzeit hat etwa 20 Prozent weniger Niederschlag gebracht als üblich. Das vergleichsweise trockene Wetter wird zu geringeren Ernten bei Getreide, Mais und Sojabohnen führen.

Nachdem bereits die USA, Russland und Australien von der schlimmsten Trockenheit seit Jahrzehnten betroffen sind, trifft es mit Indien nun den zweitgrößten Weizen-Produzenten der Welt. Erst kürzlich waren die Preise für Grundnahrungsmittel aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse massiv gestiegen.

Schuld an den hohen Preisen ist allerdings nicht nur das Wetter. Spekulationen mit Nahrungsmittel-Rohstoffen verstärken den Effekt um ein Vielfaches. Dies lässt sich auch an der wichtigsten Rohstoffbörse in Chicago beobachten: Binnen der vergangenen Woche stiegen die Kaufoptionen für einen Scheffel Weizen um drei Prozent. Bei Mais wurde die Kaufoptionen um 1,8 Prozent teurer.

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About the author

Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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