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SlideShare als indisches Erfolgsmodell für Internet-Startups

Das größte (und Börse-notierte) Social-Network für Professionals LinkedIn übernahm letzte Woche für knapp 119 Millionen Dollar die Plattform SlideShare, eine Online-Plattform auf der Präsentationen hochgeladen und geteilt werden können. Mit 60 Millionen Besuchern und 130 Millionen Page-Views zählt SlideShare zu den populärsten Professional Services im Netz.

Gegründet wurde das Unternehmen 2006 von den beiden Geschwistern Rashmi Sinha und Amit Ranjan, die aus Delhi stammten. Obwohl die SlideShare Inc heute ihr Headquarter in San Francisco hat, findet der Großteil der Wertschöpfung in Indien statt. Damit kann den Verkauf an LinkedIn durchaus als indische Start-up Erfolgsgeschichte gewertet werden.

2006 gab es in Indien noch kein funktionierendes Start-up Eco-System und Indien war lediglich Outsourcing-Destination für ambitionierte Web-Projekte. Das hat bei all jenen Gründungen gut funktioniert, die absolut eng und effektiv mit den Entwicklungsteams in Indien zusammen arbeiten konnten – eben wie bei SlideShare.

Heute würden die beiden Geschwister wohl nicht mehr in die USA gehen (müssen). In Indien gibt es an und für sich genug Geld und Mentoring um ein globales Internet-Unternehmer aufzubauen. Daher werden wir in Zukunft zahlreiche indische Internet-Firmen sehen, die es in das globale Rampenlicht schaffen.

(Wolfgang Bergthaler)

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About the author

Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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