Geschäftsideen

Geschäftsidee #1: Qualifizierte Haushaltshilfen für die anspruchsvolle Mittelklasse

In den kommenden Monaten möchte ich in regelmäßigen Abständen attraktive Geschäftsmöglichkeiten für Indien skizzieren. Diese sollen zu Unternehmertum in Indien motivieren und im besten Fall auch hier den Ausgang nehmen. Vielleicht finden sich auf „Indische Wirtschaft“ ein paar motivierte Entrepreneure, die diese Ideen gemeinsam umsetzen und ein Geschäft aufbauen.

Business Idea 1: Qualifizierte Haushaltshilfen für die anspruchsvolle Mittelklasse

Das Problem

Jeder Mittelklasse-Haushalt in Indien, das sind zumindest 20 Millionen, hält sich sog. Maids oder Servants, auf gut Wienerisch auch Schani genannt. Das sind im weitesten Sinne Dienstmädchen, Putz- und Küchenhilfen und dergleichen. Fast alle sind ungelernt und meist den rudimentären Anforderungen nicht gewachsen, sprich weitgehend unqualifiziert. Wer sein Haus von jemanden putzen lässt, der selbst im Slum lebt, darf sich nicht wundern, wenn die Hygiene zu wünschen lässt. Trotzdem bezahlen alle diese Haushalte pro Monat ein paar tausend Rupien (dutzende Euro) für eine Dienstleistung, die kaum einen Mehrwert bietet. Denn selbst zu putzen kommt für die meisten Hausfrauen nicht in Frage. (Status!) Wer sich also selbst die Finger nicht schmutzig machen will, muss mit dem zufrieden sein, was der Markt bietet – und das ist schwach!

Der Markt

Es gibt 20 Millionen Haushalte, die durchschnittlich 50 Euro pro Monat für Haushaltshilfen ausgeben. Das sind im Jahr in Summe 12 Milliarden Euro, die der Markt schwer ist. Da immer mehr Leute in die Mittelklasse aufsteigen, immer mehr Frauen berufstätig werden und das Konzept der Großfamilie im urbanen Raum bröckelt, wird dieser Markt in den kommenden Jahren weiter stark wachsen.

Die Lösung

In Indien braucht es jemanden, der den Markt an einfachen Dienstpersonal organisiert, Angebot und Nachfrage zusammenbringt, und vor allem diese Heerscharen von Servants und Maids entsprechend auf ihre Aufgabe vorbereitet. Geschult und trainiert können sie dann für ihre Dienstleistungen mehr Geld verlangen und damit auch ihre sozio-ökonomische Position in der Gesellschaft verbessern und aus der Armut kommen. Auf der anderen Seite bekommt die Mittelklasse ein Service, das ihren Ansprüchen genügt. Wenn die Qualität der Dienstleistung stimmt, wird sie auch bereit sein dafür 20 Prozent mehr zu bezahlen. Einen Teil dieser Marge kann der Betreiber einer potentiellen Trainings- & Vermittlungsplattform für sich beanspruchen.

Das Geschäftsmodell

Der/die UnternehmerIn vermarktet und verrechnet die Dienstleistung direkt an die Haushalte. Die Servants werden zu Angestellten und erhalten Krankenversicherung und andere Sozialdienstleistungen.

Alternativ kann der/die UnternehmerIn, die Trainingsleistung den Servants direkt anbieten. Diese finanzieren sich die Ausbildung über einen Mikrokredit und zahlen später zurück. Als Kleinst-Unternehmer agieren sie selbstständig am Markt und können durch ihre Ausbildung (plus Zertifikat) höhere Honorare heraus verhandeln.

Wer will/kann diese Idee in Indien umsetzen?

 

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About the author

Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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