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Sikhs sind Österreichern überraschend ähnlich! Oder umgekehrt?

Der Österreicher Sepp Forcher vs den indischen Premier Minister Manmohan Singh

Ich sehe sehr viele Parallelen zwischen dem gemeinen Österreicher und den Punjabis, die Anhänger des Sikhismus sind. Meine Behauptung basiert auf folgenden Beobachtungen:

  • Aussehen: Einen Sikh (oft auch „Sadar“) erkennt man normalerweise aus mehreren Kilometern Entfernung. Die stolzen Herren tragen Bart und einen prächtigen Turban. Ihre Tradition sieht es vor, sich niemals im Leben das Haar zu schneiden. Das hinterlässt Spuren. Aber auch ihre Gesichtszüge sind markant: eher grobschlächtige Gesichter, oft mit großen roten Backen; Sadarji sind überdurchschnittlich groß, kräftig und meist wohlgenährt. Eigentlich genau so wie man sich einen Holzfäller aus den Alpen vorstellt.
  • Erwerbstätigkeit: Österreich wie der Punjab war (und ist) stark landwirtschaftlich geprägt. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ging der Großteil der Bevölkerung dem Ackerbau und der Viehzucht nach.
  • Business: Österreicher wie Sikhs sind für ihre Handschlagqualität bekannt und zeichnen sich durch ihre Ehrlichkeit aus. Natürlich sind sie auch Schlitzohren und nutzen, bauernschlau wie sie sind, alle Möglichkeiten aus. Das macht sowohl uns als auch unsere indischen Freude zu relativ erfolgreichen Geschäftsleuten.
  • Essen: Wer harte körperliche Arbeit verrichtet(e), auf dem Feld oder im Wald, muss auch entsprechend essen. Die österreichische Hausmannskost ist bekannt für fleischiges und fettiges Essen, dazu viel Brot und Käse. Die Küche der Punjabis zeichnet sich ebenfalls durch deftige Soßen-Gerichte (Curries) mit viel Öl und Fleisch aus. Statt Schwarzbrot gibt es in Nordindien Rotis und Naan, aber natürlich mit Butter und Knoblauch. Die österreichische Küche lässt grüßen.
  • Trinken: Der typische Österreicher ist dem Alkohol nicht abgeneigt. Bier und Wein haben eine lange Tradition und werden von vielen fast täglich konsumiert. Aber auch die Sikhs sind in ganz Indien für ihre Trink-Festigkeit und -Freude berühmt-berüchtigt, obwohl ihre Religion Alkoholkonsum grundsätzlich verbietet. Statt Gösser und Zipfer wird hier Jack Daniels und Johnnie Walker bevorzugt.
  • Charakter: Der typische Österreicher ist gerne traditionsbewusst, relativ bescheiden, arbeitet hart, aber genießt auch das Leben. Die Familie hat einen großen Stellenwert in seinem Leben. Das sind auch Charaktereigenschaften, die man den Sikhs zuschreiben kann. Außerdem wird, hier wie dort, ein hohe Maß an Gastfreundschaft gepflegt.
  • Humor: Der Wiener Schmäh ist sprichwörtlich. Die Österreicher sehen sich selbst gerne als humorvolles und lustiges Völkchen – und so werden sie gerne auch von Anderen wahrgenommen. So auch die Sikhs. Auf vielen indischen Werbe-Sujets werben voll-strahlende, lachende und zufriedene Sikhs oft als Werbeträger für gute Produkte.
  • Witze: Aber oft werden die Österreicher von ihren Lieblingsnachbarn – den Deutschen – nicht für voll genommen und belächelt. Es soll auch viele Witze über die so genannten Schluchtenscheißer geben. Das gleiche Schicksal teilen wir mit den Sikhs. Auch sie sind beliebtes Objekt für eine Menge Witze.

Vielleicht sollten die Anthropologen nochmals nachforschen. Eventuell liegen die Wurzeln der Sikhs im Mühlviertel oder jene der Österreicher im Punjab.

Der Österreicher Sepp Forcher vs den indischen Premier Minister Manmohan Singh

Der Österreicher Sepp Forcher und der indische Premier Minister Manmohan Singh

(Kommentar von Wolfgang Bergthaler)

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Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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