Chronik Politik

Indische Militärshow: China muss draußen bleiben

Die Aero India, organisiert vom indischen Verteidigungsministerium, ist die größte Luftshow Asiens und zählt auch weltweit zu den größten Ausstellungen rund um Militärflugzeuge. Erstmals 1996 ins Leben gerufen, startet morgen, am 9. Februar 2011, die achte Auflage des Events auf der Yelahanka Air Force Station in Bangalore.

Einer der Sponsoren ist Red Bull India. Auf der Homepage redbull.in heißt es, das tschechische Luft-Akrobatik-Team der “Flying Bulls” werde im Laufe des Events mehrmals in Form von Synchronflügen auftreten. Zudem verkündet das Unternehmen, auf dem Event würden zu 54 Prozent zivile Aussteller auftreten, im Gegensatz zu 46 Prozent militärischen Ausstellern – was dem Sponsoring den militärischen Touch zumindest teilweise nimmt.

Hoffnungslos überbucht

Die diesjährige Aero India soll die bisher größte werden; angeblich ist die Ausstellungsfläche komplett ausgebucht, weitere Buchungen können nicht mehr entgegen genommen werden. Und dass, obwohl die Ausstellungsfläche im Vergleich zum letzten Mal um 70 Prozent von 44.000 auf 75.000 Quadratmeter vergrößert wurde – die Zahl der Aussteller stieg zugleich um 16 Prozent auf 675 Unternehmen, davon 380 aus dem Ausland.

Interessanter als Meldungen über die erwarteten Teilnehmer sind aber die Meldungen darüber, wer nicht kommen wird: Laut einem Bericht der “Times of India” sind nämlich Pakistan, der Iran und China explizit vom Event ausgeladen. Pakistan ist traditionellerweise auf der Veranstaltung nicht erwünscht und mit dem Iran unterhalte man keine militärischen Kooperationen, heißt es. Laut “Times of India” stehen die militärischen Kooperationen mit China still, seit einem Kommandanten der indischen Armee im vergangenen Juli ein Visum verweigert wurde. (Stefan Mey)

Red Bull wird Bangalore auf den Kopf stellen (Quelle: Hemanth CS/DNA)

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