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Luxusgüter: Nur wer teuer kauft, ist geil

“Geiz ist geil” gilt nicht für Luxusgüter! Dort stimmt oft genau das Gegenteil. Je teurer und repräsentativer, desto beliebter beim Kunden. Zur Befriedigung des Statusdenkens gibt die gehobene indische Mittelklasse für Wohnen, Auto, Schmuck, Mode, Essen, Trinken und Partys gerne ein kleines Vermögen aus – um es sich und anderen zu beweisen. Alles was Prestige schafft, trifft in Indien auf einen Markt.

Dazu gehört für die urbane Mittelklasse auch das Thema Bildung. Ein Studium im Ausland zählt da genauso dazu wie eine pompöse mehrtägige Hochzeit mit tausenden Gästen. Die gleichen Leute, die bei Second-Hand Büchern den Preis nachverhandeln, zucken bei USD 10.000 Studiengebühren pro Semester nichtmal mit der Wimper – solange der Titel einen gutbezahlen Job oder eine entsprechend bessere Mitgift zu Folge hat.

Die gleichen Muster des Statusdenkens findet man aber auch bei den Armen. Wenn diese etwas (mehr) Geld verdienen, investieren sie es tendenziell in Goldschmuck und Elektronik wie Fernseher und Handy. Inspiriert von den Bollywood-Heroes, haben die Armen die gleichen hohen Ansprüche an Design und Style der Produkte. Eine Herausforderung bei der Entwicklung von BoP-Produkte.
(Wolfgang Bergthaler)

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About the author

Wolfgang Bergthaler

Wolfgang Bergthaler ist seit 2004 mit Indien beruflich und privat eng verbunden. Als Entrepreneur, Berater und Blogger hat er Land und Wirtschaft von den spannendsten Perspektiven kennen gelernt.
Auf "Indische Wirtschaft" teilt er seine Erfahrungen, insbesondere zu den Themen IT Outsourcing, Tech Startups, Marketing und Vertrieb.

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